Igelgerechter Garten

  • Einheimischen Pflanzen und Gehölzen den Vorzug geben. (Futter und Lebensraum)
  • Zur Bekämpfung von Schädlingen ökologisch verträgliche Mittel brauchen. (Bierfallen oder Schneckenzäune, verdünnte Schmierseife gegen Läuse)
  • Unterschlupfmöglichkeiten. Igel bevorzugen dichte Hecken, Gebüsche, Reisig-, Laub- und Komposthaufen. Hohlräume unter Holzstapeln, Gartenhäuschen, Schuppen, Treppen, in Steinhaufen und alten Baumwurzeln sind ebenfalls gefragt. Putzsucht hat in einem igelfreundlichen Garten nichts zu suchen.
  • Nur einen Teil des Gartens mähen. Auf kurzgeschorenem Rasen finden Igel Insekten und vor allem Regenwürmer.
clip_image002

 

  • Keinen Kunstdünger verwenden. Komposterde und Gesteinsmehl erfüllen den gleichen Zweck.
  • Durchgang zu anderen Gärten schaffen. Igel durchstreifen auf der Nahrungssuche grosse Gebiete.
  • Als Umzäunung sind Hecken geeignet. Pflanzen bevorzugen, die von Schnecken nicht ge­fressen werden, z.B. Löwenmaul und Fleissige Lieschen.
  • Wasserstellen schaffen. Flache Schalen mit täglich frischem Wasser gefüllt, retten manchen Igel vor dem Verdursten.
  • Zufüttern im Frühjahr und im Herbst. Dadurch müssen viele Igel nicht in einer Station aufgenommen werden. Geeignet für unsere stacheligen Freunde sind: Katzendosenfutter, notfalls Hackfleisch, Nüsse aller Art (keine Mandeln) ungeschwefelte Rosinen, evt. lgelfutter aus der Zoohandlung. Immer Wasser bereitstellen

Herbst: Was für die Igel hilfreich ist

Im Herbst spa­zieren in Gärten noch jun­ge Igel aus dem zweiten Wurf dieses Sommers um­her. Sie müssen bis zum Winterschlaf noch viel Ge­wicht zulegen, weil sie in der Ruheperiode dann bis zu 40 Prozent davon wie­der verlieren. Weil sie schon nach etwa sieben Wochen selbständig sind und allein auf Nahrungs­suche gehen müssen, kei­ne leichte Aufgabe! Die stacheligen Gesellen helfen im Garten gerne beim Aufräumen von Beeren­resten. Nachhelfen kann der Mensch etwa mit Weinbeeren, zerkleiner­ten Nüssen, Wasser (keine Milch!) und Katzenfutter. Für den Bau ihrer Winter­quartiere können Igel je­de Menge Gartenabraum wie Laub, feine Äste und verwelkte Blumen brau­chen. Es etwa unter Bü­schen zu belassen, stört ja uns Menschen nicht und ergibt guten Boden!

Igelburg: Ein Bastelerlebnis, aber nicht lebensnotwendig

IgelburgIgelhäuser lassen sich kaufen oder basteln, nur: In naturnah gestalteten Gärten sind sie eigentlich unnötig. Wer trotzdem nachhilft, muss wissen: Eine Igelburg gehört auf leicht erhöhten kiesigen Boden und am Schluss mit Ast­werk und Laub gut zuge­deckt. Die Igel sollen darin ungestört sein, weshalb darin auch nicht gefüttert wird. Ruhe gilt nicht nur für den Winterschlaf, weil die Igelburg danach auch als Wurflager für Mutter und Junge dient! Die Skizze unten zeigt eine einfa­che Igel burg, hergestellt aus Holzbrettern (2 bis 3 Zentimeter dick) mit minimalen Grundmassen von 35 mal 35 cm. Dach Nordach und gedecktes «Entree» (Fläche 10 mal 10 cm). Innen höhe 6 cm) schützen vor Nässe und Eindringlingen. Als «Willkommensgeschenk» kann man den Tie­ren noch etwas Heu in die Igelburg legen. Den Rest besorgen die Igel selbst.

Bauanleitungen

Wer den Lebensraum des Igels zusätzlich angenehmer gestalten möchte, dem empfiehlt sich einen Blick auf folgende Bastelanleitungen zu werfen.